Juli 14, 2008 by olgapark
Liebe Mitglieder der agentur wanted,
diesmal sind wir auf der Suche nach osteuropäischen Männern, die in dem Kinofilm Hilde russische Soldaten kurz nach Ende des II. Weltkrieges darstellen sollen.
Die Drehtage wären bereits nächste Woche Dienstag, der 22.07.2008 und Donnerstag, der 24.07.2008. Pro Tag ist eine Gage von 55€ angesetzt.
Im Vorfeld gibt es noch eine Masken- und Kostümprobe, die höchstwahrscheinlich Ende dieser Woche stattfindet.
Falls ihr Männer russischer Herkunft kennt oder Männer mit typisch russischem Aussehen oder gar selbst Osteuropäer seid und Zeit und Lust habt, bei diesem tollen Kinofilm mitzumachen, dann meldet euch doch bitte so schnell wie möglich unter dem Stichwort Hilde-russische Solaten
per mail an:
info@agentur-wanted.de
oder telefonisch unter 030-695 798 0
und wir setzen uns umgehend mit euch in Verbindung
Herzliche Grüße
eure agentur wanted
Martina Hennicke
kommentar herr m. aus l.:
“Magdeburg. Ein Hauch von Hollywood wehte gestern durch Magdeburg. Auf einem alten Brauerei-Gelände und in einer nahegelegenen Ruine begannen die Dreharbeiten für den Kinofilm ” Hilde ” über das Leben von Hildegard Knef. Heike Makatsch spielt die Hauptrolle.”
wenn das nix is’…
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Juli 1, 2008 by olgapark
“[...] cosmopolitian identity is elitist and representative of a mobile middle class, cultural tourists dabbling rootlessly in a variety of cultures in a relentless search for new experiences, aesthetic stimulation and cultural novelty and unable to sustain a sense of local connection or responsibility for the growing number of socially and cultural excluded” (Featherstone, 2002)
“cosmopolitanism is not a practice of an elite. international economic migration, transnational labour markets and flows of political refugees have created groups of people who have to combine the contradictions of different cultures within their everyday lives. such groups cannot be part of a single nation state, indeed this dislocation is neccessary for their survival. [...] these groups, characterized by their in-between status, demonstrate that neither nation-state nor ethnic group has the monopoly on loyalty … there is an intermediate space where a set of alternatives might emerge, based for example on hybrid identities. [...] increasingly, people have biographies which relate to more than one place. we might say a polygamous relationship to place is becoming the norm: and as one is in love with many places, one develops deep connections to more than one culture. even when forced to be plurally located, affective relations may follow… this aspect of cosmopolitanization is very important and concerns the integration and transcendence of contradicitons between cultures, and at the same time, the preservation of commitment to localities…” (Beck, 2001)
“stephanie says … that she wants to know … what country shall i say i’m calling from across the world?” (the velvet underground, 1969)
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Juni 25, 2008 by olgapark
ein tag wie jeder andere … aber halt! deutschland gegen türkei. ein dramolett der ballkunst in drei zu zwei akten. in der schwül-lülülülü-en hitze von berlin wurde man zum schlesischen tor (kreuzberg, ihr ahnt schon…) geladen und dort sollte es zum public viewing beim lieblingsspäti gehen. früher nannte man das fernseh gucken, aber egal. die neue fahne sieht also wie folgt aus: schwarz-rot-gold und auf dem roten teil ein weißer halbmond mit stern. das ist designtechnisch höchste kunst und befriedigt die meisten gemüter.
ein spiel voller menschen, bällen, emotionen. außer einem pöbler, der, wie sich später rausstellt, geburtstag hat, und etwa dreißig minuten alle eine fotze nennt. das wahre drama beginnt bei der ersten bildstörung. schreie. es folgt kurz darauf: ausfall des beamers, zweite bildstörung. ohnmacht, apokalypse. deutschland gewinnt fast bilderbuchmäßig, für 2 sekunden sind wir deutschland, ich auch. wir stoßen an mit krombacher für die rettung des regenwaldes. gleich darauf zum autokorso … welcher autokorso? in diesen zeiten wird gespart oder es sind die ökonazis am werk, jedenfalls fahren kaum autos. auf der straße sammeln sich hingegen türken, deutsche, rabauken aus friedrichshain, die die keulen vom ersten mai rausholen. autos werden geschunkelt, flaschen geworfen und die prosodie von “doischlaaaaaan’ ” und “tür-ki-ye! tür-ki-ye!” mischen sich zu “doischlan’-tür-ki-ye!”. kein zweifel, bei einem türkischen gewinn wäre die hölle los und die party fände kein ende bis in den nächsten tag hinein. eine irgendwie deutsche euphorie ist nicht wirklich zu spüren, jedoch scheint es, dass sich nun mit jedem spieltag v.a. berlin in eine kleine karnevalsburg verwandelt. selbst die s- und u-bahnen sind eine einzige fahrende fanmeile.
was das alles bedeutet, vermag man nur zu ahnen. fußball als kittsubstanz einer fragmentierten gesellschaft? fußball als ritualisierte gewalt und aggression? krieg mit anderen mitteln? darauf ein krombacher aus dem regenwald.
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Juni 1, 2008 by olgapark
oh wedding, schönes wedding. chresthomatisch begabte mädchen sagen mir voraus, dass ich im nächsten leben in der ukraine wiedergeboren werde - wegen des karmas.
ein mann prostet uns von seinem fenster zu als wir die straße mit der pugacheva und ukrainischen hits beschallen.
ringbahnsaufen erfolgreich abgeschlossen: station eins.
storkower strasse. das leergefegte gelände einer ehemaligen schlachterei wartet auf besuch. straßen. eine davon “Neue Welt”, die nächste schon “Zur alten Jammer”. endlich eine kneipe, “eisbein eck”, von der wir vermuten, sie hieß vor ein paar jahren mal “bei manni” oder “uschis biereck”. wir bestellen jägermeister. es gibt eine braune flüssigkeit in fettverschmierten gläsern, es ist nicht jägermeister. die wirtin ist hackedicht und sieht aus, als hätte sie schon öfters mal das gesicht zerschlagen bekommen. ihre gäste sind genauso hackedicht. “wo kommt ihr denn her?” wir kommen vom geburtstag. echt? und wann war der? am dienstag. wir feiern seit dienstag durch. darauf heben wir einen mit, vermutlich, manni. “jetzt raus ihr, wir haben gleich sperrstunde und wir wollen keinen ärger mit der polizei!!”
station zwei.
neukölln. schönheit in aktion. von der station fällt man hinaus in den dönerladen. menschen, die aussehen, als hätte man ihnen schon öfters das gesicht zerschlagen. es ist viertel nach zwei. bei börek und bier auf den plastikstühlen vor der tür fühlt sich auch neukölln an wie kurfürstendamm am sonntag morgen. ein mann kommt vorbei, er trägt einer reiterkostüm. fein. wir kippen underberg hinterher und weiter.
station drei.
schöneberg. erstaunlich lebendig. wir waren noch nie hier. mittlerweile nur auf den harten und trinkfesten kern reduziert gibt es linsensuppe. der laden bietet auch pansen an. ein mann südosteuropäischer herkunft spielt auf einem hackbrett verträumte melodien in die nacht. frisches warmes brot um kurz nach drei ist ein segen.
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Mai 25, 2008 by olgapark
danach der private grand prix, mit gewinnern vom balkan. paranoid polish girl and i smoke spliff in a toilet stall and excite about the fake boobs of the polish contestant while she’s giving me hints for the best backyard pubs in nightly warsaw. draußen schon sonne und vögel und die prostitutki in der oranienburger straße kommen zur frühschicht.
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Mai 25, 2008 by olgapark
die aufdröselung der “freundschafts-punkte-vergabe” beim jährlichen eurovision gleicht gar einer ethnologischen analyse momentaner kriegs- und friedensszenarien über den kontinent namens europa und zwischen all jenen, die sich vielleicht noch dazu rechnen (think israel).
norwegen gibt polen 8 punkte wegen der hohen zahl der auswanderer dort, bulgarien verteilt an deutschland 12 punkte, weil alle lesbischen bulgarinnen lucy huldigen. serbien und montenegro geben jetzt getrennte stimmen ab. dass der armenische beitrag auch gerne jenseits von gut und böse sein kann, beweist mal wieder, was ne ordentliche diaspora wert ist. wie bei der letzten bastion des nationalisierens, dem fußball, wird auch beim eurovision ausgepfiffen und da wurde gedacht, man hätte den patriotismus hinter sich gelassen. eine umfrage ergab, dass in jenen ländern, die nicht durch die vorentscheidung kamen und somit nicht teilnehmen, die “einheimische” bevölkerung erst gar nicht zuschaut, geschweige denn abstimmt. so we is gonna get more votes for barbados next time!
eurovision ist auch ein erstaunliches barometer des zerfalls der westeuropäischen hegemonie. den sieg tragen meist keine länder zentraleuropas (mehr) davon (ich freue mich wahnsinnig auf den ersten grand prix in azerbaijzan!). seit 2002 fand der wettbewerb in tallin, riga, istanbul, kiev und helsinki statt. nicht zu vergessen israel, das immernoch erstaunlich europäisch ist wenn es um entertainment geht (und dieses jahr einen kibbuz-boy schickte, oh my). aber es bleibt fraglich, ob länder wie deutschland, frankreich, großbritannien oder italien jemals wieder gastgeber sein werden, selbst-vergessen und träge wie sie sind.
dass russland gewonnen hat, war eine seltsame überraschung. ok, timbaland, diese musikhure. ok, dima dazu. long-distance telecommunication owning female teenagers of the former east block, unite. immerhin, dadurch wird es lustig werden, nächsten frühling in moskau.
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Mai 22, 2008 by olgapark
in den usa hätte ich ständig probleme mit der nahrungsaufnahme, panisch, sachen mit manipuliertem gencode oder hypercalciumzusatz zu mir zu nehmen. naja, wir sind aber nicht in den usa. einzig beneidenswert: die pints (UK) und gallon (US) der milchflaschen. seufz.
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Mai 22, 2008 by olgapark
kosum II - eine anregende virtuelle reise durch die größte amerikanische mall, die MAll of America (MOA). riesig groß. riesig voll. nach dem lesen der angebote will man kaufen und glücklich werden. einige kuriositäten aus dem leistungs- und regulierungsspektrum:
1) Parental Escort Policy
We welcome all youth to Mall of America®, however on Friday and Saturday evenings youth under 16 must be accompanied by an adult 21 years or older from 4 p.m. until close. One adult may supervise up to 10 youth. Anyone 21 years or younger should be prepared to show a driver’s license, state identification card, passport, or Mall of America employee identification card during the Parental Escort hours.
2) Did you know?
• 258 Statues of Liberty could lie inside the Mall
• If a shopper spent 10 minutes browsing at every store, it would take them more than 86 hours to complete their visit to Mall of America
3) WalkSport™ Mall Stars!
Mall of America opens its doors for (free) mall walking at 7 a.m. daily. One lap around the first level of Mall of America is 0.57 miles.
4) Kids Eat Free on Tuesdays!
One adult meal must be purchased for every child’s free meal. Valid for lunch or dinner every Tuesday. Children must be 6 years or younger. Not valid with any other offer.
5) Chapel of Love
Chapel of Love is pleased to invite you to create your dream wedding in our romantic chapel, located in the exciting Mall of America®. Chapel of Love was even selected in the top ten places in America to get married on CitySearch!
6) European Gift - Store
Large selection of authentic German beersteins. Anheuser Busch collectable steins. Premier dealers of: Hummel, Swarvoski, Lladro, Steiff. Meissen Crystal, Italian and Swiss music boxes. Belgian and French tapestries, Steinbach and Ulbrich nutcrackers and smokers. Dolls: Lee Middleton, Madam Alexander, Danish Pixies, amber jewelry. Pewter figurines, Pipka’s Santas, thimbles, Russian Matryoshkas, etc. Cuckoo Clocks, Howard Miller clocks. We ship everywhere in the US.
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Mai 22, 2008 by olgapark
aus meinen feldnotizen:
“Dem gegenüber steht eine autonome Nutzung des Kaufhauskomplexes, d.h. Besetzung des Raumes oder willkürliche Umgestaltung. Das Kaufhaus bleibt Privatgrund. Die Abwesenheit einer fülle möglicher Handlungen im Ort Kaufhaus verweist auch auf eine bestimmte Kundenrolle, die es beim Betreten des Gebäudes einzunehmen gilt. Der Raum „Schloss“ übt wie viele seiner Pendants eine disziplinierende Wirkung auf den Besucher aus, d.h. eine blitzschnelle Umstellung auf einen bestimmten Modus, der den Aufenthalt für einen selbst und die anderen Besucher am angenehmsten gestaltet. Dies ist vergleichbar mit dem Modus, den Fahrgäste in öffentlichen Transportmitteln einnehmen, z.B. um nicht angestarrt zu werden aber gleichzeitig auch selber nicht (zu auffällig) andere anzustarren und damit in einer unausweichlichen Situation des Zusammenseins auf begrenztem Raum einen Rest von Privatsphäre und Distanz aufrecht zu erhalten. … Der Effekt des „inspacing“, der bei den NA deutlich wird, d.h. die Verlängerung der Privatsphäre in den semi-privaten Raum des Kaufhauses, ist diagonal entgegengesetzt zum Konzept des „Schlosses“: hier geht es um die bewusste Schaffung eines künstlichen Raumes mit Design- und Soundkonzept und determinierten Handlungsoptionen. Die suggerierte „Ruheoase“ (Brunnen, Sitzplätze, Pflanzen, gute Luftqualität) ist jedoch nicht auf Dauer angelegt. Zudem spielt hier das Innengestaltungskonzept eine interessante Rolle: die dargebotene laienhafte (und hinterfragbare) Vermischung verschiedener Kunst- und Architekturstile soll vom Publikum als diese identifiziert werden. Die Nutzung der genannten Stile (Neo-Renaissance und –Klassizismus), in Kombination mit den romantisierenden Elementen aus dem 19./20. Jahrhundert, all jenes Beige, Gold, Antikanleihen und Nostalgieartefakte erwecken eine konservierende Stimmung, die die Mall auf ein bestimmtes Alters- und Kundenspektrum ausrichtet (nicht zu vergessen die unsynchrone Deckenprojektion der Unterwasserwelt gepaart mit Vogelzwitschern). Eine gepflegte, niveauvolle, saubere Stimmung soll den Kunden begleiten, das Gefühl von Erhabenheit, Bürgerlichkeit, ja gar Bourgeoisie. Dies schließt bestimmte Gruppen wiederum vom Einkaufserlebnis aus. Die Assoziation am Eingang – Schloss = Kunde ist König – war durchaus berechtigt. Hier bestätigt sich die Theorie, dass einkaufskomplexe heutzutage bei weitem der „profanen“ Utilität ihres Versorgungscharakters enthoben sind und stattdessen eine Erlebnislandschaft anbieten, die zur verweilen/Wiederkehr und dem kontinuierlichen oder verstärkten konsumieren anregen soll.”
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Mai 16, 2008 by olgapark
morgen abend das DSDS-finale mit dem einem bub aus dem libanon und einem anderen bub polnischer herkunft. das versammelte weibliche publikum von jenseits der neiße wird die rote unterwäsche anhaben um dem ersten potentiellen DSDS-Gewinner mitteleuropäischer herkunft zu huldigen. yee-haa.
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